
„Tote Bauwerke“ gibt es nicht. Insbesondere alte Gemäuer sind lebendiger, als sie auf den ersten Blick vermuten lassen. Dass auf Türmen und Dachböden verschiedene Vogelarten sowie Fledermäuse leben ist bekannt. Auch auf Außenmauern können Eidechsen, Insekten, Blütenpflanzen, Farne, Flechten und Moose leben. Ebenso bieten sich historische Friedhöfe und andere Grünanlagen als Wohnstätte für verschiedene Lebewesen an. Das gilt gleichermaßen für unbequeme Zeitzeugen wie beispielsweise die Verteidigungsanlage des Westwalls.
Obwohl vom Menschen geschaffen, ermöglichen Denkmäler einen Lebensraum. Dieser wird auch – meist unabsichtlich – von vielen Tieren und Pflanzen genutzt. Wie ist der Einfluss dieser heimlichen Untermieter: Nützt oder schadet er dem ehrwürdigen Bauwerk? Dieser Frage widmete sich die Tagung „Lebensraum Denkmal“. Veranstalter war der Bund Heimat und Umwelt (BHU), Bundesverband der Bürger- und Heimatvereine, in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Die Ergebnisse des Diskurses sind in der Buchpublikation „Lebensraum Denkmal“ nachzulesen.
Die Tagungsdokumentation bietet anhand von konkreten Praxisbeispielen Antworten auf Fragen wie:
· Welche positiven Einflüsse haben Tiere und Pflanzen für das Denkmal und wie kann man dagegen möglichen Schäden „denkmalschonend“ vorbeugen?
· Wie kann ein Denkmal „lebensraumschonend“ restauriert werden?
· Inwieweit sind Pflanzen und Tiere Teil des Images für das Denkmal?
· Wie kann die Zusammenarbeit von Natur- und Denkmalschutz gefördert werden?
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Ausstattung und Umfang:
Buch mit 104 Seiten, zahlreiche Farbabbildungen.
Information zum Bezug:
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